Fès el-bali ▪ Eine Reise ins Mittelalter

Die Medina von Fès zählt sicherlich zu den faszinierendsten weltweit. Neben den prächtigen Moscheen und Medersen begeistert die Altstadt durch ihre labyrinthartigen Gassen, welche nur Esel und Maultiere als Transportmittel erlauben, durch die lebendigen Souks und zahllose Gewerbe, die andernorts schon lange ausgestorben sind.

Noch heute vermag Fes el-Bali allen Klischees vom geheimnisvollen Orient gerecht zu werden, und der Reisende wähnt sich ins Mittelalter zurückversetzt. Er irrt. Dass dies ein überbevölkertes Wohngebiet der Armen ist, dass viele nicht lesen und schreiben können, dass Kinderarbeit etwas Normales ist, dass die Hygiene-Bedingungen nahezu katastrophal sind, dass die Angst vor einer Feuersbrunst stets gegenwärtig ist, wird selten bedacht. Bei all dem Spektakel, das die Stadt dem Betrachter bietet, ist sie verschwiegen, erschließt sich dem Fremden nur schwer, dies im geografischen und im metaphorischen Sinn.

Rundgänge durch die Medina

Vom Bab Bojeloud zur Place R'Cif

Ein Rundgang durch die historische Medina von Fès, vorbei an den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten und interessantesten Souks (Märkten) von Fés el-bali.

3 Kilometer, mindestens 3 Stunden, eher einen ganzen Tag

Bab Bojeloud, das Tor zur Médina Fès el-bali
Bab Bojeloud, das Tor zur Medina Fès el-bali

Als Ausgangspunkt für die Besichtigung der historischen Medina eignet sich das 1 Bab Bojeloud am östlichen Rand von Fès el-bali. Von der Neustadt aus erreichen Sie das Tor mit dem Pétit Taxi oder den Buslinien. Das Tor selbst wurde erst 1913 errichtet und ist mit seinen blauen und innen grünen Kacheln  älteren maurischen Stadttoren der Stadt nach­empfunden. Grün ist die Farbe des Islam, blau jene der Stadt Fès. Rund um das Tor warten bereits Kinder und Jugendliche, die ihre Dienste als Stadtführer anbieten. Auch wenn sich die Situation durch den Einsatz einer Touristenpolizei bereits stark verbessert hat, können die falschen Guides sehr aufdringlich sein (siehe hierzu: Ärgernisse). Schenken Sie Ihnen wenig Aufmerksamkeit und betreten Sie die Medina durch das Tor.

Sie kommen auf einen kleinen Platz, der von verschiedenen Restaurants (alle sehr touristisch) gesäumt wird. Die Preise sind hier zwar höher als andernorts in der Medina, trotzdem können Sie preiswert gute marokkanische Küche probieren. Im Lokal "Le Kasbah" haben sie dazu einen tollen Ausblick von der Terrasse auf den Platz. Hier werden Sie sicher auch auf andere Deutsche treffen, mit denen Sie erste Urlaubserfahrungen und Tipps austauschen können.

Auf ins Labyrinth der Medina

Menschenmassen in der Tala'A Kbira
Menschenmassen in der Tala'A Kebira

Geht man an diesem Platz gerade aus entlang der Tala'A Seghira (kleine Steige) weiter, kommt man ins Herz der Medina. Entlang dieser belebten Geschäftsstraße kaufen vor allem die Einheimischen gerne ein. Biegen Sie hingegen links und kurz darauf rechts ab um auf die die Tala'A Kebira (große Steige) zu gelangen. Diese quirlige Gasse führt ebenso zur Kairaouine-Moschee. Haben Sie Lust den überdachten Souk Boujloud mit den unzähligen Gemüse­händlern zu besuchen, gehen Sie an der zweiten Abzweigung links.

Lassen Sie sich nun vom Strom der Menschen durch die Tala'A Kbira treiben. Schon sehr bald werden Sie sich ins Mittelalter zurückversetzt fühlen, seither hat sich hier nicht viel verändert. Schon nach wenigen Minuten können Sie rechts den Eingang zur 2 Medersa Bou Inania erkennen, deren Besichtigung sehr empfehlenswert ist.

Innenhof der Medersa Bou Inania in Fès
Der Innenhof der Medersa Bou Inania ist auch für Nicht-Muslime zugänglich

Diese islamische Hochschule wurde zwischen 1350 und 1357 erbaut und ist somit die jüngste der Stadt. Gründer Sultan Abou Inan wollte hier eine Koranschule errichten, die an Größe und Schönheit alle bereits vorhandenen übertreffen sollte. Nach langen Renovierungsarbeiten von 1995 bis 2004 können nun die vielen Details der aufwändigen Fayence-Mosaike, Holzschnitz­arbeiten sowie der Muqarnas wieder in deren voller Pracht bewundert werden. Im Gegensatz zu vielen anderen Medersen der Stadt besitzt die Bou Inania sogar ein eigens Minarett. Im oberen Stockwerk befinden sich die winzigen Studentenzimmer, in denen einst die Schüler der Medersa lebten.  8-17 Uhr, Eintritt: 10 DH

Der Medersa gegenüber steht das ebenfalls im 14. jahrhundert errichtete Haus des Glockenspiels. Sieben der ursprünglich 13 Bronzeglocken, welche von einer Wasseruhr betreiben werden, sind noch erhalten. Das Haus selbst ist leider schon seit Jahren geschlossen.

Monumente & Handwerk


In der Tala'A Kebira, Blick auf die Cherablyine

Den Straßenverlauf der immer enger werdenden Tala'A Kbira geht es nun leicht bergab. Schon bald können Sie das Minarett der 1342 errichteten Cherablyine-Moschee sehen. Auf beiden Seiten der Gasse befinden sich zahlreiche alte Fondouks. Ursprünglich dienten diese Gebäude als Herbergen für Händler, heute sind hier kleine Lager und Werkstätten untergebracht.

Auf der rechten Straßenseite liegt das Palais Meriniedes

Ein kleines Stück weiter kommen Sie an jene Straßenkreuzung, an der Tala'A Seghira (vom Bab Bojeloud) und Tala'A Kebira aufeinander treffen. Die Straßenhändler und Souvenirläden reihen sich nun immer dichter aneinander, dass es etwas schwierig fällt, die richtige Abzweigung in den Souk der Tischler (kurz nach der Kreuzung auf der rechten Seite) zu finden.

Geht man die Tala'A Sghira noch ein kleines Stück weiter und biegt ebenso rechts ab, kommt man in den Souk Henna. In einem kleinen Hof werden neben zahlreichen Souvenirs und Keramik zahlreiche Kosmetikprodukte und Hennafarbe verkauft, welches Berberfrauen für Ihre Handbemalungen benötigen.

Place und Fondouk Nejarine
Place Nejjarine mit dem schönen Brunnen

Gehen Sie also zurück zur Abzweigung, um in den Souk der Tischler zu gelangen. Wo einst Holz zu traditionellen Möbel und Werkzeug verarbeitet wurde, werden heute bunt glitzernde Hochzeitsmöbel hergestellt. Am Ende des überdachten Souks kommen Sie zur 3 Place Nejjarine, einem der schönsten Plätze der Medina. Zentrum des Platzes bildet der öffentliche Brunnen aus dem 17. Jahrhundert, welcher kürzlich von der UNESCO restauriert wurde und aufgrund seiner aufwendigen Gestaltung mit Zelije-Mosaik als beliebtes Fotomotiv gilt. Die Einwohner des Viertels beziehen noch heute Ihr Wasser von hier. Der dahinter liegende Fondouk Nejjarine aus dem 18. Jahrhundert wurde ebenso renoviert und beherbergt heute das Holzkunstmsueum Musée des Arts et Métiers du Bois. Ausgestellt werden wertvolle Schnitzarbeiten, historische Möbel, alte Werkzeuge und Musikinstrumente. 10-17 Uhr, Eintritt: 20 MAD.

Vom Heiligtum von Fès zu den Souvenirs

Zauia Moulay Idriss II in Fès
Zaouia Moulay Idriss II

Der Stadtrundgang führt Sie nun weiter durch eine kleine Gasse, welche direkt vor den Eingang der 4 Zaouia Moulay Idriss II führt. Sie befinden sich nun im heiligen Bezirk (Horm), welcher durch Holzbarrieren an den Straßen markiert ist. Die Grabstätte des Stadtgründers (verstorben 829) wurde erst 1437 von den Meriniden wiederentdeckt, welche ein großzügiges Mausoleum samt Moschee errichten ließen. Bis heute wird dieser heilige Ort von Fès von Pilgern besucht, er entwickelte sich zu einem bedeutenden Wallfahrtsort. Vor dem Grabmal sind können Männer bei rituellen Handlungen beobachten werden.  Zum Ritual gehört ein Kuss der Wand, hinter der sich der Sarkophag des Schutzheiligen verbirgt. Frauen hinterlassen Geld und Naturalien, um einen Teil der Baraka zu erlangen. Jeden Herbst wird zu Ehren Moulay Idriss' II ein großer Moussem von Seiten der Handwerksgilden organisiert, den Höhepunkt stellt die Prozession durch die Medina dar. 

Nichtmuslimen bleibt der Zutritt zum Mausoleum verwehrt, jedoch können Sie durch die geöffneten Tore gut in das aufwändig geschmückte Innere mit  farbigen Kacheln, Koraninschriften und Decken mit Zedernholz-Schnitzerein blicken.

Hinter dem Mausoleum beginnt die 5 Kissaria von Fès. Hier werden in den kleinen Läden Stoffe, Bekleidung und Schmuck verkauft. Ursprünglich aus Holz errichtet, wurde der Neubau des Marktviertels nach zwei großen Bränden in den 1950er Jahren aus Beton und mit rechtwinkeligen Straßen wiedererrichtet. Wurden hier bis vor einigen Jahren wertvolle Seidenwaren mit Stickereien zum Kauf geboten, bekommt man heute stattdessen meist Industrieware aus Kunststoff. Die alte Tradition des Versperren der Eingangstore zum Markt während der Nachtstunden, um kostbare Waren zu schützten, wird hingegen bis heute fortgeführt.

Nachdem Sie hier bestimmt auch ein passendes Souvenir aus Fès gefunden haben, verlassen Sie die Kissaria auf der nördlichen Seite, um auf den Souk el Attarine zu gelangen, auf dem vor allem Gewürzhändler mit ihren Waren handeln.

Rund um die Kairaouine-Moschee

Innenhof der Medersa el-Attarine
Innenhof der Medersa el-Attarine

Nach etwa 100 Metern durch die enge Gasse kommen Sie an eine Straßenkreuzung, an der sich die  6 Medersa el-Attarine befindet. Die Geschichte dieser Koranschule geht ins 14. Jahrhundert zurück, in dem sie vom merinidischen Herrscher Abou Said Othman erbaut wurde. In diesem äußerst bedeutendem Gebäude wurde  bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts noch unterrichtet. Eintritt 10 MAD. Tipp: Am besten zur Mittagszeit besichtigen. Zur Zeit wird die Medersa aufwändig restauriert. Sobald die Arbeiten fertig sind, können auch die winzigen Studentenzellen der Koranschüler sowie das Dach der Medersa wieder besichtigt werden. Von dort aus haben Sie die einzigartige Möglichkeit, Einblick über die riesige 7 Kairaouine-Moschee (Qarawiyin) zu nehmen.

Blick in den Innenhof der Kairaouyine-Moschee
Blick in den Innenhof der Kairaouyine-Moschee

Das wichtigste Gebäude der Stadt geht auf das Jahr 857 zurück. Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Anlage immer wieder erweitert, heute ist die Kairaouine die zweitgrößte Moschee Marokkos. Im 10. Jahrhundert kam es zur Gründung der Universität,  neben der El-Azhar in Kairo die älteste theologische Hochschule im Islam. Während im 14. Jahrhundert bis zu 9.000 Studenten hier eingeschrieben waren, wird heute hier nur noch Islamisches Recht und Theologie unterrichtet. Umrunden Sie die Moschee, um deren Ausmaß etwas besser abschätzen zu können. Der Gebetssaal bietet Platz für über 20.000 Gläubige. Nichtmuslimien bleibt der Zutritt leider verwehrt, jedoch kann man von einem der 14 Tore gut in den prächtig im maurischen Stil gestalteten Innenhof einsehen. Gehen Sie wieder an der Medersa el-Attarine vorbei, kommen Sie auch an der 1331 errichteten Medersa Mesbahia vorbei, welche jedoch zum Teil zerstört wurde und nun renoviert wird. Auf der gegenüberliegenden Seite der Qarawiyin liegt, in einer kleinen Seitengasse, die Medersa Cherratine. Diese Koranschule wurde erst im 17. Jahrhundert errichtet und ist die größte von Fès - zur Zeit wird sie jedoch ebenso renoviert.

Von den Goldschmieden zu den Wollfärber am Oued Fès

Place es-Seffarine mit den großen Töpfen
Place es-Seffarine mit den großen Töpfen

Folgen Sie nun immer den Schildern Richtung "Place R'Cif". An der 8 Place es-Seffarine treffen die beiden Wege um die Moschee wieder zusammen. Sie befinden sich nun am Platz der Messingschmiede, und dass können Sie auch kaum überhören. Beherrscht wird der Platz nämlich vom rhythmischen Lärm, welchen die Schmiede verbreiten. Früher wurden die großen Kessel für Hochzeiten und Feste verwendet, bei denen für hunderte Menschen gekocht wurde - heute dienen fast ausschließlich als beliebtes Fotomotiv der Touristen. Am Platz selbst befindet sich neben einem schönen Brunnen und der Kairaouine-Biblothek der Eingang zur die ältesten Koranschule von Fès, der Medersa es-Seffarine. Gegründet im Jahre 1271, ist sie noch heute in Verwendung und daher nicht zugänglich. Wer freundlich nachfragt und ein wenig Glück hat, wird dennoch eingelassen und kann den wunderbaren Ausblick vom Dach aus erleben.

Medersa es-Seffarine
Medersa es-Seffarine

Weiter führt der Weg von der Place es-Seffarine aus durch das Viertel der Silber- und Goldschmiede. Wenngleich es sich bei den angepriesenen Waren um Billigwaren handelt, kann man überall Kinder aus Schmiedfamilien beim Polieren von Kannen, Töpfen und Schmuck beobachten. Auf diesem Weg kommen Sie in den Souk der Wollfärber, die Sie bei der Arbeit beobachten können.

Place Seffarine
Blick auf den Oued Fès

Hier verliefen früher die Grenzmauern zwischen den beiden alten Stadtteilen, welche im Mittelalter niedergerissen wurden. Da an dieser Stelle der Fluss Oued Fès durch die Stadt fließt, besteht diese Teilung jedoch auch heute noch zum Teil. Über die Sidi el-Aouad-Brücke kommen Sie in den östlichen, weniger touristischen Teil von Fès. Die Brücke selbst ist von einer hohen Mauer umgeben, um den Anblick des völlig verdreckten Flusses vor den Touristen zu verbergen. Gehen Sie Richtung Süden und biegen Sie am Ende der Gasse links ab,  hier gibt es eine zweite Brücke. Nach wenigen Minuten erreichen Sie das Bab Sidi el-Aouad, vor dem die Place R'Cif liegt.

Place R'Cif, Blick Richtung Süden
Place R'Cif, Blick Richtung Süden

Vor dem Tor herrscht stets hektisches Treiben. Geht man ein Stück weiter die breite Schotterstraße entlang, kommt man zu den Taxis. Von hier aus führt eine der wenigen Straßen, die auch mit dem Auto befahrbar sind, zum Bab Jdid hinaus aus der Medina. Mit der Buslinie 19 kommen Sie von hier aus zurück in die Ville Nouvelle und dem Bahnhof. Tipp: Der Platz eignet sich ideal als Ausgangspunkt für weitere Stadterkundungen. Reicht die Zeit noch aus, können Sie hier den Rundgang durch das Andalusier-Viertel fortsetzen.

3 Kilometer ca. 2 Stunden

 

Durch das Andalusier-Viertel zu den Tanneries (Gerber)

Abseits der Touristenpfade entdecken Sie im östlichen Teil der Medina das wahre Fès und dessen Einwohner. Anschließend führen wir Sie zum Höhepunkt der Stadterkundung von Fès, den berühmten Gerbern.

Am Platz R’Cif beginnt das Andalusierviertel mit schönen Souks. Größte Sehenswürdigkeit dieses Stadtviertels ist die von Myriam gestiftete Moschee. Eine breite Treppe führt zu einem schönen Eingangsportal mit holzgeschnitztem Dach. Mitten im Labyrinth dieses Viertels beherbergt ein alter Palast das neue Privatmuseum Belghazi, der Weg ist sehr gut ausgeschildert.

Vor dem Bab Sidi el-Aouad
Oued Fès

Von hier ist es nicht weit zu dem am Oued Fes gelegenen Gerberviertel Chuwwara. Die Gerber von Fes el-Bali gehören zu den berühmtesten Handwerkern Marokkos. Leder aus Fes wurde bereits im Mittelalter bis nach Bagdad exportiert. Die Arbeit in der Gerberei und Lederfärberei kann von mehreren Terrassen aus beobachtet werden. Über dem Viertel liegt ein übler Gestank, dem man mit einem vor die Nase gehaltenen Büschel Pfefferminzblätter begegnen kann. Die Häute von Schafen, Ziegen und Kühen werden nach traditionellen Methoden zu Leder verarbeitet. Die Gerber verkaufen ihre Produkte (Babouschen, Taschen, kunstvoll bestickte Sitzkissen) gerne direkt.

Vom Gerberviertel aus erreichen Sie innerhalb weniger Minuten wieder die Kairaouine-Moschee sowie die um sie liegenden Sehenswürdigkeiten. Über den Souk el-Attarine kommen Sie vorbei an der Kissaria zur Tala'A Kebira, welche zum Bab Bojeloud führt. Sind Sie die Tala'A Kebira bereits zuvor gegangene, biegen Sie besser nach dem Souk der Tischler links in die Tala'A Seghira, welche ebenso zum Tor führt. Diese Straße ist bis heute beliebte Einkaufsgasse der Einheimischen geblieben, wenngleich hier viele Souvenirs, Kleidung und Schuhe für Touristen geboten werden.

Haben Sie ausreichend Zeit, können Sie vom Souk el-Attarine auch Richtung Norden gehen. Durch eine der engen Gassen geht es recht steil bergauf. In dieser Gegend werden Sie auf viele mit Zementsäcken beladene Maultiere und Esel treffen, welche die schwere Last zu den einzelnen Baustellen der Medina transportieren. Nach einiger Zeit kommen Sie zum 11 Bab Guissa , an dem sich auch eine große Moschee befindet. Verlassen Sie das Tor der Medina, um auf dem davor liegenden Platz den Häutemarkt von Fès zu besuchen. Dieser ist jedoch nichts für zarte Gemüter, wird hier das Vieh noch auf mittelalterliche Weise geschlachtet und Fälle und Häute verkauft. Links vom Tor ist es von  hier aus nicht mehr weit zum Luxushotel Palais Jamaï.

Vom Bab Guissa nehmen Sie entweder ein Petit Taxi zurück zum Bad Bojeloud oder in die Ville Nouvelle, oder sie setzen die Tour Richtung Merinidengräber fort. Gehen Sie rechts die stark befahren Tour de Fès entlang Richtung Westen, nach etwa 500 Metern überqueren Sie die Straße und folgen den Treppen hinauf auf den Borj Nord. Die Anstrengung wird mit einem grandiosen Blick über die Medina belohnt.    

 

Segenskraft (im islamischen Glauben können Gegenstände Baraka erhalten und dadurch gesegnet werden) mittelalterliche Herberge für Kaufleute mit Schlafräumen und Stallungen glasierte Kacheln auch Madrasa, "Ort des Unterrichts", bezeichnet eine islamischen Hochschule. Fest zu Ehren eines Heiligen Markt Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur Stilelement islamischer Architektur mit spitzbogenartigen Elementen, aus als Stalaktitendekoration bezeichnet Fayence ist die von der italienischen Stadt Faenza abgeleitete französische Bezeichnung für eine Keramik mit porösem Scherben, die mit einer deckenden weißen oder farbigen Zinnglasur überzogen wird und meist mit Unterglasurfarben oder Muffelfarben dekoriert und mehrmals gebrannt wird. Tor